Frieda Salamon. Eine Jüdin und ihre Odyssee durch Lager und Behörden
Shownotes
Frieda Salamon stammt aus einer wohlhabenden jüdischen Gutsbesitzerfamilie und wächst orthodox gläubig auf. Als ihr Heimatort in der damaligen Tschechoslowakei 1944 von deutschen Truppen besetzt wird, beginnt eine Odyssee, die ihr gesamtes weiteres Leben prägt. Nach der Internierung im Ghetto Sevljus und Lagerhaft in den KZs Auschwitz, Gleiwitz, Ravensbrück und Roebel gelingt ihr kurz vor Kriegsende die Flucht. Einige Jahre später kehrt sie Deutschland den Rücken und wandert in die USA aus. Die physischen und psychischen Auswirkungen der Verfolgung und Inhaftierung begleiten Frieda Salamon jedoch ihr Leben lang. Sie stellt mehrere Anträge wegen verschiedenster Verfolgungsschäden – und verzweifelt an der Beweispflicht. Ihr Leben erzählt die Geschichte eines Kampfes um „Wiedergutmachung“, der viel über die Entschädigungspraxis und das Frauenbild der 1960er Jahre in Deutschland aussagt.
Buch: Nilz Bokelberg Redaktion: Christian Küker Casting und Dialogregie: Sven Sommer Projektassistenz: Sabrina Mohr Aufnahme, Sounddesign und Mischung: Michael Viol Titelmusik: Falk Andreas Weitere Musik: Epidemic Sound Erzählerin: Ulrike Kapfer
In den Hauptrollen: Bernhard Schütz als Professor Hacker, Cathlen Gawlich als Frieda und Omid-Paul Eftekhari als Doktor Hoppe. In den weiteren Rollen: Christian Gaul, Felix Goeser, Michael Viol, Nadine Nollau, Richard Barenberg, Robert Frank, Steffen „Schortie“ Scheumann und Thomas Arnold.
Grundlage für das Drehbuch bildete die Entschädigungsakte von Frieda Salamon, die in der Abteilung Staatsarchiv Ludwigsburg des Landesarchivs Baden-Württemberg verwahrt wird. Die Handlung beruht auf wahren Begebenheiten. Einige Dialogszenen konnten aus den Akten rekonstruiert werden, andere könnten sich so oder so ähnlich zugetragen haben.
Weitere Informationen: https://www.themenportal-wiedergutmachung.de https://weareproducers.de/ https://www.landesarchiv-bw.de/sprechende-akten https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Oeffentliche_Finanzen/Wiedergutmachung/wiedergutmachung-ns-unrecht.html
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