Maria und Karl Hirth. Verhängnisvolle Familienbande
Shownotes
In der Nacht bevor Georg Elser am 8. November 1939 das Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller verübt, stattet er seiner Schwester Maria und seinem Schwager Karl in Stuttgart einen heimlichen Besuch ab. Damit rückt das Ehepaar Hirth in den Fokus der Ermittlungen der Gestapo. Die Eheleute werden verhaftet und über Monate verhört. Ein Mitwissen oder eine Beteiligung ist ihnen jedoch nicht nachzuweisen. Nach der Entlassung kommen die Hirths nur schwer wieder auf die Beine, werden vom Umfeld geächtet. Sie stellen nach Kriegsende mehrere Anträge auf Wiedergutmachung, die sämtlich abgelehnt werden. Eine geringfügige Haftentschädigung wird den Eheleuten erst viele Jahre später gewährt. Die Familie von Georg Elser, der das vermutlich tapferste und vielleicht sogar erfolgversprechendste Attentat auf Hitler wagte, geht somit fast leer aus. Im Mittelpunkt der Verhandlungen mit den Behörden steht dabei auch die Frage: Wann wird privates Handeln politisch?
Buch: Nilz Bokelberg Redaktion: Christian Küker Casting und Dialogregie: Sven Sommer Projektassistenz: Sabrina Mohr Aufnahme, Sounddesign und Mischung: Michael Viol Titelmusik: Falk Andreas Erzählerin: Ulrike Kapfer Weitere Musik: Epidemic Sound
In den Hauptrollen: Anne Düe als Maria Hirth, Bernhard Schütz als Karl Hirth, Norbert Stöß als Georg Hirth und Omid-Paul Eftekhari als Georg Elser. In den weiteren Rollen: Elmar Börger, Felix Goeser, Nadine Nollau, Richard Barenberg, Roman Kern, Steffen „Schortie“ Scheumann und Thomas Arnold.
Grundlage für das Drehbuch bildeten die Entschädigungsakten von Maria Hirth geb. Elser und Karl Hirth, die in der Abteilung Staatsarchiv Ludwigsburg des Landesarchivs Baden-Württemberg verwahrt werden. Die Handlung beruht auf wahren Begebenheiten. Einige Dialogszenen konnten aus den Akten rekonstruiert werden, andere könnten sich so oder so ähnlich zugetragen haben.
Weitere Informationen: https://www.themenportal-wiedergutmachung.de https://weareproducers.de/ https://www.landesarchiv-bw.de/sprechende-akten https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Oeffentliche_Finanzen/Wiedergutmachung/wiedergutmachung-ns-unrecht.html
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